Weiterbildung Behandlungspflege (LG 1 + 2) für Pflegehelfer: Dein Weg zur erweiterten Verantwortung
Möchtest du mehr Verantwortung übernehmen und medizinisch-pflegerische Tätigkeiten durchführen? Dann ist die Weiterbildung in der Behandlungspflege genau das Richtige für dich. Sie eröffnet dir neue berufliche Perspektiven, stärkt deine Kompetenzen und steigert deinen Wert auf dem Arbeitsmarkt – besonders im ambulanten und stationären Bereich.
🔍 Überblick zur Behandlungspflege Weiterbildung (Leistungsgruppen 1 und 2)
Thema | Inhalt |
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Zielgruppe | Pflegehelfer mit mindestens 2 Jahren Berufserfahrung |
Ziel der Weiterbildung | Erwerb von medizinisch-pflegerischen Kompetenzen gemäß LG 1 und LG 2 |
Anwendungsbereich | Ambulante Pflege, stationäre Pflege, häusliche Krankenpflege |
Dauer | ca. 160+ Stunden Theorie + Praktikum |
Abschluss | Prüfung (schriftlich, mündlich, fachpraktisch) |
Formate | Vollzeit, berufsbegleitend, teilweise Online-Anteile |
🧠 Inhalte der Weiterbildung Behandlungspflege
Du lernst in dieser Fortbildung gezielt, wie du ärztlich verordnete Maßnahmen rechtssicher und fachgerecht durchführst. Hier die Inhalte im Überblick:
Inhalte LG 1: Behandlungspflege der Leistungsgruppe 1
Maßnahmen | Beschreibung |
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Blutdruck- und Blutzuckermessung | Kontrolle und Dokumentation von Vitalwerten |
Inhalation und Injektion (s.c.) | Durchführung nach ärztlicher Anordnung |
Medikamente richten & verabreichen | Auch inklusive Insulingabe |
Kälteträger auflegen | Zur Schmerzlinderung oder Fiebersenkung |
Augentropfen verabreichen | Unter hygienischen Standards |
Kompressionsstrümpfe ausziehen | Unterstützung bei Mobilität und Kreislauf |
Inhalte LG 2: Behandlungspflege der Leistungsgruppe 2
Maßnahmen | Beschreibung |
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Versorgung von Dekubiti Grad 2 | Wundpflege mit dokumentierter Beobachtung |
Klistiere, Flüssigkeitsbilanzierung | Förderung der Ausscheidung, Kontrolle des Wasserhaushalts |
SPK- und PEG-Versorgung | Fachgerechte Versorgung künstlicher Zugänge |
Medizinische Einreibungen, Bäder | Therapiebegleitende Pflegemaßnahmen |
Allgemeines Pflegewissen
Bereich | Inhalte |
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Kommunikation | Angehörigenberatung, Gesprächsführung |
Recht | Grundlagen zur Behandlungspflege, Schweigepflicht, Delegation |
Hygiene | Standards, Infektionsschutz |
Notfallmaßnahmen | Sofortmaßnahmen bei gesundheitlichen Krisen |
🧾 Voraussetzungen für die Weiterbildung
Voraussetzungstyp | Anforderungen |
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Formale Voraussetzungen | Pflegehelfer mit mindestens 2 Jahren praktischer Berufserfahrung |
Persönliche Voraussetzungen | Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Interesse an medizinischen Abläufen |
📅 Dauer, Ablauf & Formate
Aspekt | Details |
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Dauer | Mindestens 160 Unterrichtseinheiten + Praxisphase |
Praktikum | Ca. 3 Monate, abhängig vom Anbieter |
Abschlussprüfung | Theoretischer, mündlicher und praktischer Teil |
Formate | Vollzeit (5 Wochen) oder berufsbegleitend (Abend/Wochenendtermine) |
🧾 Anerkennung & Zertifizierung
Thema | Details |
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Gesetzliche Grundlage | Sozialgesetzbuch V (SGB V) |
Anerkennung | Bundesweit unterschiedlich geregelt, aber generell anerkannt |
Zertifizierung | Anbieterabhängig, wichtig: LG 1 + LG 2 muss auf dem Zertifikat stehen |
💼 Karrierechancen nach der Weiterbildung
Bereich | Chancen |
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Ambulante Pflegedienste | Eigenständige Durchführung ärztlicher Anordnungen |
Stationäre Einrichtungen | Unterstützung des Pflegeteams auf medizinischer Ebene |
Pflege von Angehörigen | Mehr Handlungskompetenz in der häuslichen Pflege |
Beruflicher Wiedereinstieg | Ideal für Pflegekräfte nach längerer Pause |
💰 Gehalt mit Zusatzqualifikation Behandlungspflege
Kategorie | Einschätzung |
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Mit Weiterbildung | Höher als klassische Pflegehilfskraft, abhängig vom Arbeitgeber |
Ohne Fachkraftausbildung | Unter dem Niveau examinierter Pflegekräfte |
Langfristig | Gutes Sprungbrett für weitere Qualifikationen (z. B. Pflegefachkraft) |
🔍 Anbieter für die Weiterbildung finden
Tipps zur Anbietersuche:
Empfehlung | Begründung |
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Kammern & Pflegeverbände | Oft aktuelle Anbieterlisten |
Online-Plattformen | z. B. kursnet.arbeitsagentur.de |
Lokale Bildungsträger | z. B. Volkshochschulen, private Pflegeakademien |
Pflegeeinrichtungen | Manche übernehmen die Kosten oder bieten interne Kurse an |
📝 Einschätzung: Lohnt sich die Weiterbildung?
Die Weiterbildung in Behandlungspflege ist eine strategisch kluge Entscheidung für Pflegehilfskräfte. Sie erweitert deinen Tätigkeitsbereich deutlich und verbessert deine beruflichen Perspektiven. Besonders in Zeiten des Pflegekräftemangels steigen Nachfrage und Wertschätzung für gut ausgebildete Assistenzkräfte. Auch wenn das Gehalt nicht sofort sprunghaft steigt, kann die Weiterbildung langfristig den Weg zu höheren Qualifikationen ebnen – etwa zur Pflegefachkraft oder zur Spezialisierung im Wundmanagement, in der Palliativpflege oder der Gerontopsychiatrie.
❓ FAQ: Häufige Fragen zur Weiterbildung Behandlungspflege
Frage | Antwort |
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1. Was ist der Unterschied zwischen LG 1 und LG 2? | LG 1 umfasst einfache medizinische Aufgaben (z. B. Injektionen, Medikamentengabe), LG 2 behandelt komplexere Pflegemaßnahmen wie Dekubitus-Versorgung oder Katheterpflege. |
2. Kann ich die Weiterbildung auch ohne Ausbildung machen? | Ja, wenn du mindestens zwei Jahre praktische Erfahrung in der Pflege hast. Eine abgeschlossene Ausbildung ist nicht zwingend erforderlich. |
3. Wird die Weiterbildung bezahlt? | Manche Arbeitgeber übernehmen die Kosten, besonders wenn du bereits in einem Pflegedienst arbeitest. |
4. Wo kann ich mich bewerben, nachdem ich die Weiterbildung gemacht habe? | Bei ambulanten Pflegediensten, Pflegeheimen, Krankenhäusern oder sozialen Diensten – überall dort, wo medizinische Pflege gefragt ist. |
5. Wie lange dauert es, bis ich nach der Weiterbildung mehr verdiene? | Das hängt vom Arbeitgeber ab. Oft steigen Pflegehelfer mit Zusatzqualifikation schrittweise in höhere Gehaltsstufen auf. |
Wenn du Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Kurs oder Arbeitgeber suchst, dann schau regelmäßig bei ausgezeichnetepflege.de vorbei – wir halten dich auf dem Laufenden zu neuen Kursangeboten, Trends und Tipps aus der Pflegewelt.
Möchtest du eine individuelle Beratung zur Weiterbildung? Dann kontaktiere uns direkt – wir helfen dir, den nächsten Schritt in deiner Pflegekarriere zu gehen!