Weiterbildung Intensivpflege: Dein Weg zur Spezialisierung in der Pflege
Die Weiterbildung in der Intensivpflege ist dein Schlüssel zu anspruchsvolleren Aufgaben, einem höheren Verantwortungsbereich und besseren Karrierechancen im Pflegebereich. Egal ob in der Klinik, im häuslichen Umfeld oder in spezialisierten Wohngemeinschaften – Fachkräfte für Intensivpflege sind gefragt wie nie.
🧭 Überblick zur Weiterbildung
Thema | Details |
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Zielgruppe | Pflegefachkräfte (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege) |
Ziel der Weiterbildung | Spezialisierung in Intensivpflege, Beatmungspflege und Anästhesie |
Dauer | Ca. 2 Jahre (berufsbegleitend) |
Abschluss | Staatlich anerkannter Fachkrankenpfleger für Intensivpflege & Anästhesie |
Einsatzfelder | Klinik, ambulante Intensivpflege, Beatmungs-WGs, Palliativpflege |
📘 Inhalte der Weiterbildung
Modul | Inhalte |
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Pflegefachwissen | Beatmungsphysiologie, Trachealkanülenmanagement, Notfallmanagement |
Technik & Geräte | Gerätekunde, Monitoring, Sauerstofftherapie, Sekretmanagement |
Medizin & Recht | Krankheitslehre, Ernährung, Hygiene, Pflegedokumentation, rechtliche Grundlagen |
Spezialbereiche | Entwöhnungsmanagement, Palliativpflege, psychologische Betreuung, Kommunikation |
Heimbeatmung (optional) | DIGAB-zertifizierte Module zur außerklinischen Beatmung |
✍️ Voraussetzungen
Art | Anforderungen |
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Formale Voraussetzungen | 3-jährige Pflegeausbildung (z. B. Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege) |
Berufserfahrung | Je nach Anbieter empfohlen, aber nicht zwingend erforderlich |
Persönliche Eigenschaften | Zuverlässigkeit, Empathie, Stressresistenz, technisches Verständnis |
⏱️ Ablauf & Dauer der Weiterbildung
Bereich | Beschreibung |
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Dauer | Ca. 2 Jahre berufsbegleitend, ggf. 1 Jahr in Vollzeit |
Theorie | Ca. 780 Unterrichtsstunden in Präsenz und/oder Online |
Praxis | 1.800 Stunden, ggf. in eigener Einrichtung oder per Praktikum |
Abschluss | Facharbeit + Kolloquium |
🎓 Anerkennung & Zertifizierung
Kriterium | Erklärung |
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Staatliche Anerkennung | Abschluss führt zur geschützten Berufsbezeichnung |
Zusatz-Zertifikate | Möglich durch DIGAB-Zertifizierung bei Beatmungspflege |
Empfehlung | Anbieter mit offizieller Zulassung und Lehrplan gemäß Weiterbildungsverordnung |
💼 Karrierechancen & Einsatzfelder
Bereich | Beschreibung |
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Krankenhaus/Klinik | Intensivstationen, Anästhesie, OP-Vorbereitung, Notaufnahme |
Ambulante Pflege | Heimbeatmung, WGs für Intensivpflege, Palliativpflege |
Spezialpflege | Schmerztherapie, Sterbebegleitung, psychologische Begleitung |
Aufstiegschancen | Teamleitung, Fachberatung, Weiterbildung zum Praxisanleiter |
💰 Gehalt & Entwicklung
Qualifikation | Gehalt (brutto/Monat) |
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Pflegefachkraft (Basis) | 1.700 – 2.200 € |
Fachkraft Intensivpflege | 2.200 – 3.000 € |
Mit Erfahrung / Klinikbetrieb | bis 3.500 € möglich |
Einflussfaktoren | Arbeitgebergröße, Bundesland, Zusatzqualifikationen |
📊 Einschätzung: Lohnt sich die Weiterbildung?
Definitiv! Die Weiterbildung in der Intensivpflege bringt dir nicht nur deutlich mehr Fachwissen und Selbstvertrauen im Umgang mit schwerstkranken Patienten, sondern verschafft dir auch langfristig bessere Gehalts- und Karrierechancen. In einer immer älter werdenden Gesellschaft sind Intensivpflegekräfte nicht nur gefragt, sondern unverzichtbar.
Wenn du bereit bist, Verantwortung zu übernehmen und technisches Verständnis mit Empathie zu verbinden, ist die Weiterbildung der nächste logische Schritt in deiner Pflegekarriere.
❓ FAQ zur Weiterbildung Intensivpflege
Frage | Antwort |
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1. Ist die Weiterbildung berufsbegleitend möglich? | Ja, die meisten Anbieter setzen auf flexible berufsbegleitende Modelle. |
2. Welche Berufsbezeichnung erhalte ich? | Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie (staatlich anerkannt). |
3. Gibt es Fördermöglichkeiten? | Ja, etwa durch Aufstiegs-BAföG oder Bildungsgutscheine. |
4. Muss ich ein Praktikum absolvieren? | In der Regel ja – in Form von Praxiseinsätzen in verschiedenen Bereichen. |
5. Wo finde ich passende Anbieter? | Auf ausgezeichnetepflege.de findest du empfohlene Weiterbildungsinstitute und Erfahrungsberichte. |
Tipp: Informiere dich frühzeitig über Starttermine und prüfe, ob dein Arbeitgeber dich durch Freistellung oder Kostenübernahme unterstützt.