Weiterbildung: Palliative Care – Spezialisierung in der Sterbebegleitung
Du möchtest schwerkranken und sterbenden Menschen mit Empathie und Fachwissen zur Seite stehen? Die Weiterbildung in Palliative Care qualifiziert dich für eine besondere Form der Pflege, bei der Lebensqualität und Würde im Mittelpunkt stehen. Hier findest du alle Informationen zu Inhalten, Voraussetzungen, Ablauf, Gehalt und Karrierechancen – übersichtlich strukturiert und suchmaschinenoptimiert.
📍 Überblick zur Palliative-Care-Weiterbildung
Thema | Details |
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Zielgruppe | Pflegefachkräfte mit Berufserfahrung |
Ziel der Weiterbildung | Qualifikation für die Pflege und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen |
Dauer | 160 bis 400 Stunden, je nach Anbieter |
Abschluss | Zertifikat (ggf. DGP-anerkannt) |
Einsatzfelder | Hospize, Pflegeeinrichtungen, ambulante Dienste, Kliniken |
📘 Inhalte der Palliative-Care-Weiterbildung
Modul | Inhalte |
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Palliativmedizin & Symptomkontrolle | Schmerzmanagement, Atemnot, Übelkeit, Pflegeinterventionen |
Kommunikation & Angehörigenarbeit | Gesprächsführung, Trauerbegleitung, Krisenintervention |
Ethik & Spiritualität | Sterbebegleitung, Rituale, kulturelle Unterschiede |
Recht & Organisation | Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsrecht |
Care- & Case-Management | Versorgungsplanung, Netzwerkkoordination, multiprofessionelle Zusammenarbeit |
✍️ Voraussetzungen
Art | Anforderungen |
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Formale Voraussetzungen | Staatlich anerkannter Abschluss (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege), 1–2 Jahre Berufserfahrung |
Persönliche Eignung | Hohe Belastbarkeit, Empathie, Abgrenzungsfähigkeit, Offenheit gegenüber Kulturen und Religionen |
⏳ Ablauf & Dauer der Weiterbildung
Bereich | Beschreibung |
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Dauer | 3 bis 24 Monate (je nach Modell und Umfang) |
Formate | Berufsbegleitend, Vollzeit, Fernstudium |
Praxisanteile | Ggf. Praktikum oder Projektarbeit in Palliativeinrichtung |
Abschlussprüfung | Schriftlich, mündlich oder durch Projektarbeit (institutsabhängig) |
🕓 Weiterbildungsmodelle im Vergleich
Modell | Vorteile | Nachteile |
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Berufsbegleitend | Mit Beruf vereinbar, gute Finanzierungsmöglichkeiten | Hohe Doppelbelastung |
Vollzeit | Schneller Abschluss, intensive Lernphasen | Berufspause notwendig |
Fernlehrgang | Flexible Zeiteinteilung | Weniger Austausch, hohe Eigenverantwortung |
🎓 Anerkennung & Qualitätssicherung
Kriterium | Bedeutung |
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Mindestumfang | 160 Unterrichtsstunden gemäß §39a SGB V |
Anerkennung durch DGP | Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin prüft und zertifiziert Angebote |
Curriculum | Basiscurriculum nach Kern, Müller, Aurnhammer als Qualitätsstandard |
💼 Karriere nach der Weiterbildung
Bereich | Tätigkeiten |
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Palliativstationen | Pflege, Begleitung, Schmerztherapie |
Hospize | Ganzheitliche Sterbebegleitung, Angehörigenarbeit |
Ambulanter Bereich | Hausbesuche, psychosoziale Beratung, Pflegekoordination |
Pflegeheime/Kliniken | Einsatz in spezialisierten Teams oder als Multiplikator für Palliative Care |
💰 Gehalt & Perspektiven
Rahmenbedingungen | Gehalt (brutto/Monat) |
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Öffentlicher Dienst (TVöD) | 3.100 – 3.500 € |
Private Einrichtungen | 2.500 – 4.000 €, je nach Region & Träger |
Einflussfaktoren | Berufserfahrung, Arbeitgeber, Bundesland |
📊 Einschätzung: Lohnt sich die Weiterbildung?
Definitiv ja! Die Palliative-Care-Weiterbildung bietet Pflegekräften nicht nur die Möglichkeit zur beruflichen Spezialisierung, sondern auch eine besonders sinnstiftende Tätigkeit. Der steigende Bedarf an Palliativpflege in stationären und ambulanten Settings sorgt zudem für gute Jobperspektiven. Mit einem anerkannten Zertifikat verbesserst du nicht nur dein Gehalt, sondern auch deine persönliche Weiterentwicklung in einem anspruchsvollen und erfüllenden Bereich der Pflege.
❓ FAQ zur Palliative-Care-Weiterbildung
Frage | Antwort |
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1. Wie lange dauert die Weiterbildung? | In der Regel zwischen 3 und 24 Monaten – abhängig vom Modell und Umfang. |
2. Wer darf teilnehmen? | Pflegefachkräfte mit mindestens ein bis zwei Jahren Berufserfahrung. |
3. Ist die Weiterbildung anerkannt? | Ja, wenn sie z. B. von der DGP anerkannt ist und mindestens 160 Stunden umfasst. |
4. Ist ein Fernlehrgang möglich? | Ja, allerdings bieten nur wenige Anbieter diese Form an. |
5. Was verdiene ich nach der Weiterbildung? | Zwischen 2.500 € und 4.000 € brutto, je nach Träger und Erfahrung. |
Tipp: Achte bei der Auswahl deines Lehrgangs auf die Anerkennung durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und auf ein fundiertes Curriculum mit mindestens 160 Unterrichtsstunden. So stellst du sicher, dass deine Qualifikation auch auf dem Arbeitsmarkt überzeugt.