Weiterbildung Praxisanleiter: Dein Einstieg in die berufspädagogische Verantwortung
Die Weiterbildung zum Praxisanleiter ist der ideale Schritt für Pflegefachkräfte, die ihre Karriere erweitern und aktiv an der Ausbildung des pflegerischen Nachwuchses mitwirken wollen. Praxisanleiter übernehmen eine zentrale Rolle im Ausbildungssystem und sichern langfristig die Qualität in der Pflege.
📍 Überblick zur Weiterbildung
Thema | Details |
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Zielgruppe | Pflegefachkräfte (Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege, Kinderkrankenpflege, Hebamme, OTA) |
Ziel der Weiterbildung | Qualifikation zur Anleitung und Betreuung von Auszubildenden |
Dauer | Ca. 6 Monate (berufsbegleitend), alternativ Vollzeit |
Abschluss | Staatlich anerkannter Praxisanleiter (gem. KrPflG & AltPflG) |
Einsatzfelder | Kliniken, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Bildungseinrichtungen |
📘 Inhalte der Weiterbildung
Modul | Inhalte |
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Pädagogik & Didaktik | Lernpsychologie, Selbstgesteuertes Lernen, Motivation, Didaktik, Methodik |
Kommunikation | Gesprächsführung, Feedbackkultur, Konfliktmanagement |
Anleitungspraxis | Planung, Durchführung & Reflexion von Anleitungen, Leistungsmessung |
Recht & Organisation | Pflegegesetzgebung, Arbeitsschutz, Ausbildungspläne, Qualitätsmanagement |
Hospitation & Projektarbeit | Schulbesuch, Praxisprojekt mit Facharbeit |
✍️ Voraussetzungen
Art | Anforderungen |
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Formale Voraussetzungen | Examen in einem Pflegeberuf + mind. 2 Jahre Berufserfahrung |
Persönliche Eigenschaften | Empathie, Geduld, Organisationstalent, Kommunikationsstärke |
⏳ Ablauf & Dauer der Weiterbildung
Bereich | Beschreibung |
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Dauer | Ca. 200 Stunden Theorie (6 Monate berufsbegleitend oder 4 Wochen Vollzeit) |
Theorie | Wöchentliche Kurse oder Blockunterricht, Abend- oder Wochenendmodelle möglich |
Praxis | Hospitation an einer Pflegeschule + Projektarbeit in der eigenen Einrichtung |
Abschluss | Zertifikat nach erfolgreicher Facharbeit und mündlicher Prüfung |
🎓 Anerkennung & Zertifizierung
Kriterium | Bedeutung |
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Gesetzliche Grundlage | KrPflG, AltPflG, Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung |
Staatliche Anerkennung | Abschluss als Praxisanleiter bundesweit anerkannt |
Empfehlung | Anbieter mit offizieller Zulassung und nach §200h-Vorgabe wählen |
💼 Karriere & Berufsalltag
Bereich | Beschreibung |
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Aufgaben | Anleitung von Auszubildenden, Vermittlung von Praxiswissen, Beurteilungen |
Zusätzliche Aufgaben | Mitarbeit bei Einsatzplanung, Zusammenarbeit mit Lehrkräften |
Tätigkeitsanteil | Anteil Anleitung variiert je nach Einrichtung und Ausbildungsstand der Schüler |
Beruflicher Nutzen | Aufstiegschancen, höheres Ansehen, Qualifikation für weitere Fortbildungen |
💰 Gehalt & Entwicklung
Qualifikation | Gehalt (brutto/Monat) |
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Pflegefachkraft (Basis) | 2.400 – 3.300 € |
Mit Praxisanleiter-Weiterbildung | 2.600 – 3.500 € |
Einflussfaktoren | Einrichtungstyp, Region, Verantwortung, Tarifbindung |
📊 Einschätzung: Warum sich die Weiterbildung lohnt
Mit der Weiterbildung zum Praxisanleiter sicherst du dir nicht nur eine Aufwertung deines Berufsprofils, sondern leistest einen entscheidenden Beitrag zur Pflegezukunft. Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Fundament jeder Pflegeeinrichtung. Du wirst zur Bezugsperson für Azubis und prägst ihr Berufsverständnis nachhaltig.
Die Weiterbildung bietet dir zudem berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, z. B. für eine spätere Tätigkeit in der Pflegepädagogik oder als Fachprüfer.
❓ FAQ zur Weiterbildung Praxisanleiter
Frage | Antwort |
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1. Ist die Weiterbildung berufsbegleitend möglich? | Ja, meist auf 6 Monate verteilt mit Unterricht an 1–2 Tagen pro Woche. |
2. Wer darf Praxisanleiter werden? | Pflegefachkräfte mit 2 Jahren Berufserfahrung oder Studienabschluss im Pflegebereich. |
3. Gibt es eine Abschlussprüfung? | Ja, meist eine Facharbeit + mündliches Kolloquium. |
4. Wird die Weiterbildung staatlich anerkannt? | Ja, sofern Anbieter nach gesetzlichen Vorgaben arbeiten. |
5. Erhöht sich das Gehalt durch die Weiterbildung? | Oft ja, je nach Einrichtung und Tarif kann ein Aufschlag möglich sein. |
Tipp: Kläre frühzeitig mit deinem Arbeitgeber die Möglichkeit der Freistellung und erkundige dich nach Förderprogrammen wie Aufstiegs-BAföG oder Bildungsgutscheinen.