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Weiterbildung: Pflegeassistent/-in

Inhalt des Artikels:

In der Pflegebranche besteht ein großer Bedarf an qualifizierten Assistenz- und Betreuungskräften. Mit einer Weiterbildung zum/zur Pflegehelfer/in können auch Quereinsteiger oder Pflegehilfskräfte ohne abgeschlossene Berufsausbildung die notwendigen Kenntnisse erwerben, um pflegebedürftige Menschen fachkundig zu unterstützen. Diese Weiterbildung vermittelt praxisnahes Pflegewissen und befähigt dazu, Pflegefachkräfte im Alltag zu entlasten und eigenständig Betreuungsaufgaben zu übernehmen (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Im Folgenden werden die wichtigsten Aspekte der Weiterbildung – von Ablauf und Inhalten über Kosten bis zu Karriereperspektiven – detailliert erläutert.

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Etappen der Weiterbildung

Theorie- und Praxisphasen: Die Weiterbildung gliedert sich typischerweise in einen theoretischen Unterrichtsteil und praxisbezogene Phasen. Zunächst werden in der Theorie grundlegende Kenntnisse vermittelt – je nach Anbieter zum Beispiel im Präsenzunterricht, als Abendschule oder per E-Learning. Daran schließt sich ein Praktikum in einer Pflegeeinrichtung an, in dem die Teilnehmer/innen das Gelernte anwenden. Häufig sind mehrere hundert Unterrichtsstunden Theorie (z.B. 120–480 Stunden) vorgesehen, gefolgt von einer Praxisphase von etwa 80–160 Stunden (Qualifizieren Sie sich jetzt als Pflegehilfskraft) (Qualifizieren Sie sich jetzt als Pflegehilfskraft). In Vollzeit kann der Lehrgang kompakt in wenigen Wochen absolviert werden; in Teilzeit oder berufsbegleitend verteilt er sich auf mehrere Monate (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer) (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Die Verzahnung von Theorie und Praxis stellt sicher, dass die angehenden Pflegehelfer/innen umfassend auf den Arbeitsalltag vorbereitet werden.

Dauer der Weiterbildung: Die Lehrgangsdauer variiert je nach Modell. Vollzeit-Kurse können schon in 6–12 Wochen abgeschlossen sein, da täglich mehrere Stunden Unterricht stattfinden. Teilzeit- oder berufsbegleitende Kurse erstrecken sich oft über 3–6 Monate, zum Beispiel mit Unterricht am Abend oder an Wochenenden. Es gibt auch Fernlehrgänge, bei denen man den Theorieteil zeitlich flexibel online absolviert (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer) (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Ein Beispiel: Manche Anbieter bieten 160 Unterrichtsstunden Theorie plus ein zweiwöchiges Praktikum an, was in Vollzeit etwa 2 Monate dauern würde. Andere Kurse mit umfangreicherem Curriculum (z.B. 480 Stunden Theorie und längeres Praktikum) können bis zu 6 Monate in Anspruch nehmen. Die genaue Dauer kann also an persönliche Bedürfnisse angepasst werden.

Abschlussprüfung und Zertifikate: Am Ende der Weiterbildung steht in der Regel eine Abschlussprüfung oder zumindest eine Erfolgskontrolle durch den Bildungsträger. Eine bundeseinheitliche staatliche Prüfung gibt es hierbei zwar nicht (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen), dennoch erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat des Anbieters als Nachweis ihrer Qualifikation. Wichtig ist, einen Kurs zu wählen, der nach anerkannten Richtlinien konzipiert ist – zum Beispiel die Qualifizierung zur Betreuungskraft nach § 43b, 53c SGB XI, früher § 87b (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Solche Abschlüsse sind überall anerkannt und verbessern die Jobchancen deutlich. Alternativ angebotene Abschlüsse (etwa „Pflegehelfer/in (Zertifikat XY)“) sind ebenfalls wertvoll, sollten aber inhaltlich umfassend sein. In einigen Bundesländern existiert auch die einjährige staatliche Ausbildung zum Altenpflegehelfer mit Prüfung, doch bei der hier beschriebenen Weiterbildung handelt es sich meist um kürzere Lehrgänge. Nach erfolgreichem Abschluss erhält man ein Zertifikat als Pflegehelfer/in bzw. Betreuungsassistent/in, mit dem man bundesweit – unter Aufsicht einer Pflegefachkraft – in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen arbeiten kann (Qualifizieren Sie sich jetzt als Pflegehilfskraft).

Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten

Kosten der Weiterbildung: Die Lehrgangskosten können je nach Anbieter und Umfang der Weiterbildung stark variieren. In der Regel bewegen sich die Gebühren zwischen ca. 600 und 1.500 Euro für den gesamten Kurs (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Gemeinnützige Träger (z.B. Rotes Kreuz, Caritas, Johanniter) bieten Kurse oft am unteren Ende dieser Spanne an (häufig um 800–900 €), während private Bildungsakademien teurer sein können. Bei Fernlehrgängen werden die Kosten manchmal in monatlichen Raten angegeben (z.B. ~100 € pro Monat) (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Zusätzlich können geringe Ausgaben für Lehrmaterialien oder Prüfungsgebühren anfallen. Da es deutschlandweit viele Bildungsanbieter gibt, lohnt sich ein Preisvergleich im Vorfeld. Wichtig: Für die Teilnehmer entstehen während der Weiterbildung normalerweise keine Einnahmen, da es sich um eine schulische Qualifizierung handelt – eine Vergütung wie bei einer Ausbildung gibt es hier nicht.

Finanzierung durch Förderprogramme: Glücklicherweise muss man die Kosten nicht immer selbst tragen. Viele Weiterbildungsangebote sind AZAV-zertifiziert (zugelassen durch die Agentur für Arbeit), sodass öffentliche Förderung möglich ist (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Insbesondere Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit oder Jobcenter können die Gebühren zu 100 % abdecken, wenn man arbeitsuchend oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist und die Weiterbildung die Jobchancen verbessert (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Interessierte sollten frühzeitig mit ihrem Arbeitsberater sprechen, um die Voraussetzungen zu klären. Auch der Berufsförderungsdienst (BFD) der Bundeswehr übernimmt für Soldaten auf Zeit die Kosten einer Pflege-Weiterbildung im Rahmen der Wiedereingliederung ins Zivilleben (Kombiqualifizierung ambulante Pflege und Betreuung | Damago). Deutsche Rentenversicherung: Wer aus gesundheitlichen Gründen seinen alten Beruf nicht mehr ausüben kann, hat eventuell Anspruch auf Leistungen zur beruflichen Rehabilitation – die Rentenversicherung kann in solchen Fällen Umschulungen oder Weiterbildungen (inkl. Pflegehelfer) finanzieren (Kombiqualifizierung ambulante Pflege und Betreuung | Damago). Zusätzlich gibt es je nach Bundesland weitere Förderprogramme (z.B. Bildungsschecks, EU-finanzierte Programme über den Europäischen Sozialfonds), die genutzt werden können.

Private Finanzierung und steuerliche Absetzbarkeit: Sollte keine Förderung greifen, bleibt die Selbstzahlung der Weiterbildungskosten. In diesem Fall können Teilnehmer die Ausgaben aber steuerlich als Weiterbildungskosten geltend machen, sofern die Qualifizierung der beruflichen Eingliederung dient (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Das Finanzamt erkennt Kursgebühren, Fahrtkosten zur Schulung und ggf. Lernmittel meist als Werbungskosten oder Sonderausgaben an. Somit lässt sich ein Teil der Kosten über die Steuererklärung zurückholen. Gelegentlich unterstützen auch Arbeitgeber die Fortbildung ihrer Mitarbeitenden – etwa wenn Pflegehilfskräfte ohne Zertifikat bereits in einer Einrichtung arbeiten, übernimmt der Arbeitgeber oder ein Förderprogramm (Qualifizierungschancengesetz) die Kosten, um das Personal zu qualifizieren. Es lohnt sich also, nachzufragen. Insgesamt sollte die Finanzierung in den seltensten Fällen ein Hinderungsgrund sein, da es zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten gibt.

Profil der Weiterbildung

Inhalte der Weiterbildung: Der Lehrplan einer Pflegehelfer-Weiterbildung ist breit gefächert, um alle wichtigen Basiskenntnisse für die Pflege und Betreuung zu vermitteln. Typische Inhalte sind unter anderem:

  • Pflegegrundlagen: Richtige Körperpflege und Hygiene bei Pflegebedürftigen (z.B. Waschen, Anziehen, Lagerung) (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer), Unterstützung bei der Mobilisation (Transfers, Umbetten) und grundlegende Kenntnisse zu Ernährung im Alter. Auch Hauswirtschaft kann dazu gehören (z.B. Nahrung zubereiten, Wäschepflege, Reinigen des Wohnbereichs), da Pflegehelfer/innen häufig auch bei alltäglichen Hausarbeiten unterstützen (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer).
  • Grundkenntnisse zu Krankheitsbildern: Die Teilnehmer lernen die häufigsten geriatrischen Erkrankungen kennen – z.B. Demenz, Parkinson, Schlaganfallfolgen – und den richtigen Umgang mit betroffenen Menschen (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen) (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Ebenso stehen psychische Erkrankungen im Alter und typische Altersleiden (Inkontinenz, Diabetes, Arthrose etc.) auf dem Programm, um Verhaltensweisen und Bedürfnisse der Patienten besser zu verstehen.
  • Betreuung von Menschen mit Demenz: Ein Schwerpunkt vieler Kurse ist die Aktivierung und Betreuung demenziell erkrankter Senioren (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen) (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Hier lernen angehende Betreuungskräfte, biografieorientierte Beschäftigungsangebote zu planen (z.B. Gedächtnistraining, Basteln, Spiele, Musizieren) und eine einfühlsame Kommunikation aufzubauen (Validation, Gesprächsführung). Auch Mobilisierung und Freizeitgestaltung für Pflegebedürftige gehören dazu, um deren Lebensqualität zu fördern.
  • Hygienevorschriften: Richtige Hygiene in der Pflege ist essenziell, um Infektionen zu vermeiden. Daher werden Themen wie Händehygiene, Desinfektion, Umgang mit Pflegeutensilien, Hauswirtschaftshygiene und ggf. Grundlagen des Infektionsschutzgesetzes behandelt. Die Teilnehmer erhalten Anweisungen, wie sie sich selbst und die Pflegebedürftigen vor Keimen schützen (z.B. Handschuhe, Flächendesinfektion, Lebensmittelhygiene).
  • Erste Hilfe und Notfallmaßnahmen: Fast immer beinhaltet die Weiterbildung einen Erste-Hilfe-Kurs (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen), speziell ausgerichtet auf Notfälle in der Altenpflege. Dazu gehören Maßnahmen bei Stürzen, Wiederbelebung (Basismaßnahmen der Reanimation), richtiges Reagieren bei akuten medizinischen Notfällen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt bis der Rettungsdienst eintrifft.
  • Rechtskunde und Ethik: Die Teilnehmer/innen lernen die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen kennen – z.B. Grundlagen der Pflegeversicherung (SGB XI), Haftungsfragen, Schweigepflicht, Dokumentationspflichten und Patientenrechte. Auch ethische Themen wie Würde im Alter, Umgang mit Sterbenden (Sterbebegleitung) und kulturelle Sensibilität können zur Sprache kommen (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer).
  • Kommunikation und Pflegedokumentation: Großer Wert wird auf Kommunikationsfähigkeiten gelegt – sowohl im Umgang mit Pflegebedürftigen (einfühlsames Zuhören, Gespräche führen) als auch mit Angehörigen und im Pflegeteam (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Ebenso wird das Führen der Pflegedokumentation geübt (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen): also das korrekte Eintragen von Beobachtungen, Maßnahmen und Veränderungen im Zustand der Pflegepersonen in die Dokumentationssysteme, da dies für die Übergabe und Qualitätssicherung wichtig ist.
  • Praxisorientierte Themen: Einige Kurse integrieren weitere praxisnahe Inhalte, z.B. rückenschonendes Arbeiten (Vermeidung von Burnout und Rückenproblemen), Selbstpflege der Pflegeperson, Stressbewältigung, Teamarbeit. Je nach Ausrichtung des Kurses (allgemeine Pflegeassistenz, Demenzbetreuung, Familienpflege usw.) können zusätzliche Module hinzukommen.

Diese Inhalte sind meist in Module gegliedert, die aufeinander aufbauen. Zum Beispiel kann zuerst ein Basismodul “Grundpflege” stattfinden, gefolgt von einem Modul “Betreuungsarbeit” und abschließend einem Vertiefungsmodul mit speziellen Themen (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen) (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Insgesamt sorgt der bunte Mix an Theorie dafür, dass die zukünftigen Pflegehelfer/innen für alle wichtigen Alltagssituationen in der Pflege gewappnet sind.

Praxisnahe Lernmethoden: Die Vermittlung erfolgt in der Regel sehr praxisorientiert. Neben klassischem Unterricht (Vorträge, Folien) setzen die Dozenten oft auf Übungen und Rollenspiele – etwa das Durchführen einer Lagerung am Pflegebett, das Anlegen von Verbänden oder das Simulieren schwieriger Kommunikation mit an Demenz Erkrankten. Dadurch können die Teilnehmer Handgriffe und Verhalten bereits in einem geschützten Rahmen ausprobieren. Viele Kurse arbeiten mit Fallbeispielen aus der Pflegepraxis, Gruppendiskussionen und Projektarbeiten, um das theoretische Wissen lebendig werden zu lassen. Auch das verpflichtende Pflegepraktikum ist ein zentraler Bestandteil: Hier sammeln die angehenden Helfer direkte Erfahrung, indem sie unter Anleitung erfahrener Pflegekräfte Aufgaben übernehmen – vom Begleiten beim Spaziergang bis zur Unterstützung bei Mahlzeiten (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen) (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Dieses Praktikum findet meist in einer Einrichtung der Wahl der Teilnehmer statt (z.B. Altenheim, ambulanter Dienst oder Krankenhaus) und dauert je nach Kurs einige Wochen.

Online-Lernformate: In den letzten Jahren haben sich zudem digitale Lernformen etabliert. Einige Weiterbildungsträger bieten Blended Learning an, also eine Kombination aus Präsenz- und Onlineunterricht. Dabei können Teile der Theorie via E-Learning-Plattform erarbeitet werden – etwa durch Online-Vorlesungen, Videos, interaktive Aufgaben und virtuelle Klassenzimmer. Dies erhöht die Flexibilität für die Lernenden, insbesondere wenn sie parallel Familie oder Job managen. So bieten z.B. manche Organisationen die Theorie komplett als Fernlehrgang an, der im eigenen Tempo von zuhause aus absolviert werden kann (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer) (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer); das Praktikum wird dann vor Ort nachgeholt. Auch rein virtuelle Kurse existieren mittlerweile, die aber trotzdem ein Präsenz-Praktikum vorsehen. Praxisnahe Methoden lassen sich online durch Fallstudien und virtuelle Simulationen umsetzen. Insgesamt wird darauf geachtet, dass trotz moderner Lernformen der persönliche Bezug nicht zu kurz kommt – regelmäßige Tutorien, Chats oder Workshops ergänzen die Selbstlernphasen. Somit können auch Personen, die nicht umziehen oder ihren Job aufgeben können, an der Weiterbildung teilnehmen.

Vorteile der Weiterbildung

Berufliche Perspektiven und Karrierechancen: Eine Weiterbildung zur Pflegeassistenz bietet ausgezeichnete Einstiegschancen in die Pflegebranche. Absolventinnen und Absolventen können als Pflegehelfer/in oder Betreuungskraft in verschiedenen Bereichen arbeiten – z.B. in Altenpflegeheimen, Wohnheimen für Menschen mit Behinderung, Krankenhäusern (zur Unterstützung des Pflegeteams) oder in ambulanten Pflegediensten, die Hausbesuche machen. Dank der demografischen Entwicklung sind qualifizierte Hilfskräfte sehr gefragt (mehr dazu unten unter Arbeitsmarkt), sodass die Jobaussichten äußerst positiv sind: Viele Teilnehmer/innen finden direkt im Anschluss eine Anstellung. Einige Einrichtungen übernehmen Praktikanten sogar direkt nach dem Kurs in ein Arbeitsverhältnis, wenn diese sich bewährt haben. Insgesamt verbessert das Zertifikat die Chancen gegenüber ungelernten Hilfskräften erheblich, da Arbeitgeber die nachgewiesenen Kenntnisse schätzen. Auch finanziell kann sich die Weiterbildung lohnen, da man mit Qualifikation oft etwas höher eingruppiert wird als ungelernte Mitarbeiter (Details siehe Verdienstmöglichkeiten). Zudem legt man mit der Weiterbildung den Grundstein für eine berufliche Laufbahn in der Pflege – sie kann also der Anfang einer längerfristigen Karriere sein.

Möglichkeit zur Weiterqualifizierung: Die Pflegehelfer-Weiterbildung muss nicht das Ende der Fahnenstange sein. Im Gegenteil: Sie eröffnet Türen für anschließende Qualifikationen. Wer Gefallen am Pflegeberuf findet, kann sich beispielsweise entscheiden, später eine Ausbildung zur Pflegefachkraft (Pflegefachmann/-frau) zu machen. Viele, die als Hilfskraft angefangen haben, absolvieren im Anschluss die dreijährige Fachkraft-Ausbildung (Kranken- oder Altenpflege). Teilweise kann diese Ausbildungszeit sogar verkürzt werden, wenn man bereits als Pflegehelfer gearbeitet hat. Darüber hinaus bieten manche Träger Aufbaulehrgänge an – etwa in der Behandlungspflege (LG 1 und LG 2), wodurch Pflegehelfer/innen bestimmte medizinische Tätigkeiten in der ambulanten Pflege übernehmen dürfen (z.B. Medikamente stellen, einfache Wundversorgung). Auch Spezialisierungen sind möglich: Man kann sich durch Fortbildungen weiter zum Demenzbetreuer, Hospiz- und Palliativhelfer oder Alltagsbegleiter qualifizieren, um in speziellen Bereichen noch kompetenter zu sein. Mit genügend Berufserfahrung und weiterem Training sind sogar Karriereschritte wie Teamleitung einer Pflegegruppe oder Einsatz als Praxisanleiter für neue Helfer denkbar. Langfristig besteht also die Chance, sich immer weiterzuentwickeln und mehr Verantwortung zu übernehmen (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer) – bis hin zum examinierten Pflegepersonal. Diese Aufstiegsperspektiven machen die Einstiegsausbildung besonders attraktiv.

Persönliche Weiterentwicklung und soziale Kompetenzen: Neben den beruflichen Vorteilen fördert die Weiterbildung auch die persönliche Entwicklung. Die Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen erfordert und stärkt Eigenschaften wie Empathie, Geduld und Verantwortungsbewusstsein (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). In der Weiterbildung lernen die Teilnehmer, sich in die Lage hilfsbedürftiger Personen einzufühlen und angemessen zu kommunizieren – Fähigkeiten, die auch im Alltag wertvoll sind. Viele Absolventen berichten, dass sie durch die Pflegearbeit selbstbewusster und belastbarer geworden sind, weil sie lernen, schwierige Situationen zu meistern und Entscheidungen zu treffen. Die Schulung in Teamarbeit und Kommunikation verbessert zudem die sozialen Kompetenzen: man übt sich in Zusammenarbeit mit Kollegen, in Konfliktlösung und im Umgang mit Angehörigen. Auch die eigene Organisation und Stressbewältigung werden trainiert. Die Tätigkeit als Pflegehelfer/in bietet zudem ein hohes Maß an persönlicher Erfüllung: Das Wissen, einen sinnstiftenden Beruf auszuüben und etwas Gutes für andere Menschen zu tun, motiviert viele und steigert das Selbstwertgefühl. Man baut intensive zwischenmenschliche Beziehungen auf und erhält von Dankbarkeit und Wertschätzung viel zurück. Gerade Quereinsteiger aus rein sachorientierten Berufen erleben die Pflege als bereichernd, da hier der Mensch im Mittelpunkt steht. Kurz gesagt: Die Weiterbildung qualifiziert einen nicht nur fachlich, sondern lässt einen auch persönlich wachsen und neue Perspektiven gewinnen.

Zielgruppe

Für wen eignet sich die Weiterbildung? Die Weiterbildung in Assistenz und Betreuung richtet sich an eine breite Zielgruppe. Sie ist ideal für Arbeitsuchende oder Quereinsteiger, die in die Pflege hineinfinden möchten, ohne direkt eine mehrjährige Ausbildung zu durchlaufen. Wer z.B. aus einem ganz anderen Beruf kommt und nun sozial tätig sein will, findet hier einen niederschwelligen Einstieg in die Pflege. Auch Pflegehilfskräfte, die bisher ungelernt (ohne Zertifikat) in der Pflege gearbeitet haben, können von der Weiterbildung profitieren – sie erhalten dadurch einen formalen Nachweis ihrer Kompetenzen und verbessern ihre beruflichen Perspektiven. Ebenso eignet sich der Kurs für Menschen mit sozialem Engagement, etwa Ehrenamtliche oder Familienangehörige von Pflegebedürftigen, die ihre Kenntnisse professionalisieren möchten. Viele Wiedereinsteiger/innen (z.B. nach einer Familienphase) nutzen die Weiterbildung, um aktuell gefragte Qualifikationen zu erwerben. Kurzum: Die Weiterbildung steht grundsätzlich jedem Erwachsenen mit Interesse an Pflege und Betreuung offen. Vorkenntnisse in der Pflege sind meist nicht erforderlich (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer) – Motivation und Lernbereitschaft genügen.

Voraussetzungen für die Teilnahme: Trotz der Offenheit gibt es einige formale Voraussetzungen, die fast alle Anbieter voraussetzen (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer):

  • Mindestalter: In der Regel müssen Teilnehmer mindestens 18 Jahre alt sein (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer) (einige Anbieter lassen bereits 16-Jährige zu (Qualifizieren Sie sich jetzt als Pflegehilfskraft), in manchen Fällen wird sogar ein Mindestalter von 21 genannt (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen)).
  • Schulabschluss: Meist ist mindestens ein Hauptschulabschluss oder ein vergleichbarer Schulabschluss Bedingung (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Da es sich um eine Weiterbildung und nicht um eine klassische Ausbildung handelt, sind die Anforderungen hier aber geringer als z.B. für die Fachkraft-Ausbildung (die mittlere Reife verlangt). Manchmal genügt auch der Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder mehrere Jahre Berufserfahrung in einem anderen Feld.
  • Gesundheitliche Eignung: Bewerber/innen müssen in der Regel ein ärztliches Attest oder Gesundheitszeugnis vorlegen (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer), das die körperliche und psychische Eignung für eine Tätigkeit in der Pflege bestätigt. Pflege kann körperlich anstrengend sein (Heben, Schichtdienst) und erfordert psychische Belastbarkeit, daher wird sichergestellt, dass keine gravierenden gesundheitlichen Bedenken bestehen.
  • Polizeiliches Führungszeugnis: Da man in der Betreuung mit schutzbedürftigen Personen arbeitet, verlangen alle seriösen Träger ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis ohne relevanten Eintrag (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Dies dient dem Schutz der Patienten.
  • Orientierungspraktikum: Speziell für die Qualifikation zur Betreuungskraft (§ 43b/53c SGB XI) ist häufig vor Kursbeginn ein kurzes Praktikum (oft 5 Tage bzw. 40 Stunden) in einer Pflegeeinrichtung nachzuweisen (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer) (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Dadurch sollen die Teilnehmer sicherstellen, dass ihnen die praktische Pflegetätigkeit liegt und sie ein Gefühl für den Pflegealltag bekommen. Wer bereits in der Pflege gearbeitet hat (auch ehrenamtlich), kann sich diese Erfahrung meist anrechnen lassen.
  • Sprachkenntnisse: Da in der Pflege Kommunikation wichtig ist, setzen viele Anbieter bei nicht-deutscher Herkunft ausreichende Deutschkenntnisse voraus (meist Niveau B1 in Wort und Schrift) (Qualifizieren Sie sich jetzt als Pflegehilfskraft), um dem Unterricht folgen zu können und später mit Pflegebedürftigen adäquat zu kommunizieren.

Neben diesen formalen Kriterien spielen auch persönliche Voraussetzungen eine große Rolle. Erfolgreiche Pflegehelfer/innen sind sozial engagiert, einfühlsam und teamfähig. Freude am Umgang mit alten oder kranken Menschen, Geduld, Beobachtungsgabe und Verantwortungsbewusstsein gehören zu den Grundvoraussetzungen (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Man sollte belastbar sein – sowohl körperlich (z.B. bei der Unterstützung von Mobilisation) als auch seelisch, da man mit Leid, Demenz oder Sterben konfrontiert werden kann. Wer diese Eigenschaften mitbringt und die formalen Anforderungen erfüllt, ist ein geeigneter Kandidat für die Weiterbildung.

Zusammenfassend eignet sich die Weiterbildung für alle, die in der Pflege arbeiten möchten, aber (noch) keinen Berufsabschluss in diesem Bereich haben – vom Jugendlichen mit Hauptschulabschluss bis zur lebenserfahrenen Quereinsteigerin auf Jobsuche. Durch die überschaubare Dauer und die geringen Zugangshürden ist sie eine ideale Möglichkeit, das eigene Interesse an einem Pflegeberuf zu verwirklichen.

Verdienstmöglichkeiten

Gehaltsspannen je nach Erfahrung und Einsatzgebiet: Das Gehalt von Pflegehelfern und Betreuungskräften fällt sehr unterschiedlich aus und hängt von mehreren Faktoren ab. Einsteiger müssen oft mit einem eher niedrigen Brutto-Monatslohn rechnen, während Erfahrene und besser qualifizierte Helfer etwas mehr verdienen können. Im Durchschnitt liegt das monatliche Bruttogehalt in Vollzeit etwa zwischen 1.800 € und 2.400 €. In besten Fällen – z.B. bei großen Trägern oder im öffentlichen Dienst – kann eine Betreuungskraft auf knapp 2.400 € brutto kommen (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). In weniger gut zahlenden Stellen (etwa kleine private Pflegedienste) sind allerdings auch nur rund 1.500–1.800 € brutto für Vollzeit möglich (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Diese Spanne zeigt, dass die Löhne stark variieren. Zum Vergleich: Das entspricht einem Stundenlohn von ungefähr 12 bis 15 Euro. Als Einstiegsgehalt direkt nach der Weiterbildung sollte man realistisch mit etwa 1.800–2.000 € brutto monatlich rechnen, je nach Region. Mit einigen Jahren Erfahrung kann das Gehalt moderat ansteigen, liegt aber in diesem Beruf weiterhin im unteren Verdienstbereich des Gesundheitswesens (Was verdient eine Betreuungskraft? (Gehalt 2025)).

Unterschiede zwischen ambulanter und stationärer Pflege: Das Einsatzgebiet beeinflusst die Bezahlung maßgeblich. In der ambulanten Pflege (Pflegedienst, der Patienten zu Hause versorgt) sind die Löhne tendenziell etwas niedriger. Viele ambulante Dienste sind privatwirtschaftlich und haben engen finanziellen Spielraum, zudem arbeiten Helfer dort oft in Teilzeit. Demgegenüber kann in der stationären Pflege (z.B. Altenheim, Klinik) das Gehalt etwas höher ausfallen, vor allem wenn der Träger tarifgebunden ist. Öffentliche oder kirchliche Einrichtungen bezahlen nach Tarifverträgen (TVöD Pflege im öffentlichen Dienst, AVR bei Caritas/Diakonie), was meist bessere Konditionen bedeutet (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Laut Tarif (TVöD-P) liegt das Einstiegsgehalt für Pflegehilfskräfte seit 2024 bei rund 2.800 € brutto Vollzeit (TVöD-P Pflege 2025: Tabelle, Eingruppierung, Rechner) – allerdings bezieht sich das auf staatlich anerkannte Pflegehelfer (mit einjähriger Ausbildung) und ist eher in Krankenhäusern relevant. Betreuungskräfte nach §43b in Heimen verdienen in der Praxis meist etwas weniger als tarifliche Pflegehelfer in Krankenhäusern. Regionale Unterschiede spielen ebenfalls eine Rolle: In Süd- und Westdeutschland sind die Löhne generell höher, während in Ostdeutschland häufig etwas geringere Gehälter gezahlt werden (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Beispielsweise liegen die Durchschnittslöhne in Bayern oder NRW über denen in Sachsen oder Brandenburg. Zudem hängt die Vergütung davon ab, ob Schicht- und Wochenendarbeit anfällt – Zuschläge dafür können das Einkommen erhöhen.

Tarifliche Regelungen und Entwicklungsmöglichkeiten: Wenn man das Glück hat, in einem tarifgebundenen Betrieb zu arbeiten, erhält man automatisch tarifliche Lohnerhöhungen mit steigender Berufserfahrung (Stufenaufstieg) und profitiert von Zusatzleistungen (Urlaubsgeld, betriebliche Altersvorsorge etc.). In nicht tarifgebundenen Betrieben sollte man bei Gehaltsverhandlungen die eigene Qualifikation betonen – ein zertifizierter Pflegehelfer kann etwas mehr verlangen als eine ungelernte Hilfskraft. Große Unterschiede im Gehalt ergeben sich oft erst durch Weiterqualifizierung: Eine examinierte Pflegefachkraft verdient deutlich mehr (Einstieg über 3.000 € brutto in vielen Regionen). Zwar können Helfer diese Sphären nicht erreichen, doch durch Zusatzqualifikationen (z.B. Weiterbildung in Behandlungspflege, Demenzfachkraft) kann man spezialisierte Tätigkeiten übernehmen und dafür oft eine kleine Gehaltszulage erhalten. Auch ein interner Aufstieg zur Teamleitung der Betreuungskräfte kann mit einem moderaten Plus einhergehen. Generell sollte man sich bewusst sein, dass die Löhne in der Pflegebranche leider eher niedrig sind und Hilfskräfte hiervon besonders betroffen sind (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Dennoch: Die Erfahrung zeigt, dass Weiterbildung unerlässlich ist, um in der Pflege ein besseres Einkommen zu erzielen (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Jeder zusätzliche Abschluss (z.B. die hier besprochene Weiterbildung) und jede weitere Qualifikation kann Schritt für Schritt zu einer verbesserten Position und damit einem höheren Verdienst führen.

Zusammengefasst liegt das Gehalt nach der Pflegehelfer-Weiterbildung meist im unteren 2000-Euro-Bereich brutto, mit Variation nach Region, Arbeitgeber und individueller Verhandlung. Reich wird man in diesem Beruf nicht, aber die Jobsicherheit und die immateriellen Werte (soziale Anerkennung, sinnvolle Tätigkeit) gleichen das für viele aus. Außerdem bietet die Branche Aufstiegschancen, durch die sich langfristig auch das Einkommen steigern lässt.

Weiterentwicklung und Arbeitsmarkt

Bedarf an Pflege- und Betreuungskräften: Der Arbeitsmarkt für Pflegehelfer/innen ist derzeit ausgesprochen günstig und wird es auf absehbare Zeit bleiben. Grund dafür ist die demografische Entwicklung: Deutschland hat eine immer älter werdende Bevölkerung, wodurch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen stetig steigt. Schon heute können viele offene Stellen in der Altenpflege nicht besetzt werden – es herrscht ein eklatanter Fachkräftemangel. Nicht nur examiniertes Pflegepersonal, sondern auch Assistenzkräfte werden händeringend gesucht. Aktuellen Statistiken zufolge waren bereits 2021 rund 57.000 Stellen in der Pflege unbesetzt, Tendenz steigend. Prognosen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass bis 2040 mehrere hunderttausend zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden (Bis 2049 werden voraussichtlich mindestens 280 000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt – Statistisches Bundesamt), um den Bedarf zu decken. Diese Zahlen machen deutlich: Pflegehelfer haben exzellente Jobchancen, da fast jede Einrichtung Unterstützungspersonal sucht.

Zukunftsperspektiven nach der Weiterbildung: Nach Abschluss der Weiterbildung stehen einem zahlreiche Möglichkeiten offen. Viele Absolventen beginnen direkt als Betreuungskraft oder Pflegeassistent in dem Bereich, der sie interessiert (ambulant oder stationär). Aufgrund des Fachkräftemangels gibt es oft unbefristete Stellenangebote, teils mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, um auch Quereinsteigern mit Familie den Einstieg zu erleichtern. Durch die alternde Gesellschaft entstehen zudem neue Konzepte wie ambulant betreute Wohngruppen, Tagespflegeeinrichtungen oder Senioren-WGs – alles potenzielle Arbeitsfelder, in denen qualifizierte Betreuungshelfer gebraucht werden. Kurz gesagt: Die Weiterbildung ist ein fast sicherer Türöffner zum Arbeitsmarkt. Wer mobil und flexibel ist, findet in nahezu jeder Region Anstellungen, sei es in städtischen Pflegeheimen oder ländlichen Sozialstationen.

Mögliche Karriereschritte: Die Weiterbildung vermittelt eine solide Basis, auf der man weiter aufbauen kann. Viele nutzen die ersten Arbeitsjahre als Helfer, um herauszufinden, ob sie den Pflegeberuf auf Dauer ausüben möchten und wo ihre Stärken liegen. Bei Interesse und Eignung kann man sich dann weiterqualifizieren – zum Beispiel die bereits erwähnte dreijährige Pflegefachkraft-Ausbildung anschließen (die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, sind mit Vorerfahrung sehr gut). Einige Bundesländer bieten auch eine einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer an, die als nächster Schritt dienen kann, um einen staatlichen Abschluss zu erlangen. Darüber hinaus existieren unzählige Fort- und Weiterbildungen, um sich im Pflegebereich zu spezialisieren: etwa zum Wundassistenten, Altenpflege-Coach, Gerontopsychiatrischen Fachkraft (für Demenz und psychische Erkrankungen im Alter) oder Intensivpflege-Assistenz. Zwar setzen manche Spezialweiterbildungen eine examinierte Fachkraft voraus, doch es gibt auch Kurse, die Hilfskräften offenstehen (z.B. Schmerzmanagement, Validation nach Feil für Demenz, Palliativbegleitung). Jede zusätzliche Qualifikation verbessert wiederum die Einsatzmöglichkeiten und macht einen für den Arbeitgeber wertvoller.

Chancen durch den Fachkräftemangel: Der aktuelle Pflegenotstand führt auch dazu, dass politisch und betrieblich mehr unternommen wird, um Assistenzkräfte zu fördern. So werden beispielsweise verstärkt Programme aufgelegt, um Ungelernte in die Pflege zu holen und zu qualifizieren – wovon Teilnehmer einer solchen Weiterbildung profitieren. Manche Arbeitgeber finanzieren ihren Hilfskräften weitere Fortbildungen oder bieten Aufstiegsmöglichkeiten intern an, um Personal zu halten. Auch das Thema Bezahlung rückt in den Fokus: Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst in den letzten Jahren kamen auch Pflegehelfern zugute (z.B. Zuschläge, höhere Tabellenwerte). All das bedeutet: Die Aussichten für engagierte Pflegehelfer/innen sind so gut wie nie. Man hat einen krisensicheren Beruf (Pflege wird immer benötigt, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten) und kann optimistisch in die Zukunft blicken. Sollte man später den Arbeitgeber wechseln wollen, ist das oft problemlos möglich, da Fachkenntnisse überall gebraucht werden.

Insgesamt bietet die Weiterbildung also nicht nur einen schnellen Einstieg, sondern langfristig gesehen eine sichere berufliche Heimat mit Entwicklungspotenzial. Wer einmal in der Pflege Fuß gefasst hat, dem stehen – mit der richtigen Portion Engagement – viele Türen offen, vom horizontalen Wechsel in verschiedene Versorgungsbereiche bis hin zur vertikalen Karriere durch Weiterbildungen.

Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte

Zur besseren Übersicht sind hier die Schlüsselpunkte der Weiterbildung noch einmal in Tabelleform zusammengefasst:

AspektDetails
Dauer der WeiterbildungJe nach Modell 1–6 Monate (variabel). Vollzeit oft 6–12 Wochen, Teilzeit berufsbegleitend entsprechend länger (bis ca. ein halbes Jahr). Die Weiterbildung umfasst Theorie- und Praxisphasen – z.B. Unterricht und anschließendes Praktikum (Qualifizieren Sie sich jetzt als Pflegehilfskraft) (Qualifizieren Sie sich jetzt als Pflegehilfskraft).
KostenCa. 600–1.500 € Gebühren (abhängig vom Anbieter) (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Finanzierung meist möglich über Bildungsgutschein (Agentur für Arbeit), Rentenversicherung, Berufsförderungsdienst (Bundeswehr) oder Landesprogramme. Bei Selbstzahlung steuerlich absetzbar (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen) (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen).
InhaltePflegegrundlagen (Körperpflege, Lagerung, Mobilisation, Ernährung), Demenzbetreuung und Beschäftigungsangebote, Hygiene und Erste Hilfe, Kommunikation mit Patienten & Angehörigen, Pflegedokumentation, Rechtskunde (Pflegeversicherung, Datenschutz). Praxis durch betreutes Pflegepraktikum zur Anwendung des Gelernten.
Gehalt nach AbschlussDurchschnittlich rund 1.800–2.300 € brutto/Monat in Vollzeit (Einstieg) möglich. Je nach Region und Träger ca. 1.500–2.400 € brutto (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). In öffentlichen/kirchlichen Einrichtungen mit Tarifvertrag auch bis ~2.800 € brutto Einstiegsgehalt. Teilzeit entsprechend anteilig.
PerspektivenHoher Bedarf auf dem Arbeitsmarkt → sehr gute Jobchancen. Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen zu arbeiten (ambulant, stationär, Tagespflege etc.). Weiterqualifizierung später möglich (z.B. Ausbildung zur Pflegefachkraft, Aufbaulehrgänge). Beruf bietet persönliche Erfüllung und Entwicklung sozialer Kompetenzen.

Hinweis: Die genauen Werte können je nach individueller Situation leicht variieren. Diese Tabelle soll einen Orientierungsrahmen bieten.

FAQ – Häufige Fragen zur Weiterbildung

Welche Qualifikationen erwerbe ich?
Durch die erfolgreiche Teilnahme erwerben Sie eine anerkannte Qualifikation als Pflegehelfer/in bzw. Betreuungskraft. Das heißt, Sie erhalten ein Zertifikat des Trägers, das bestätigt, dass Sie die Inhalte gemäß den geltenden Standards gelernt haben. Insbesondere Kurse nach § 43b, 53c SGB XI sind bundesweit als Qualifizierung zur Betreuungskraft anerkannt und berechtigen Sie, in Pflegeheimen und ambulanten Diensten als zusätzliche Betreuungskraft zu arbeiten. Kurz: Sie sind nach der Weiterbildung formal eine geschulte Pflegeassistenzkraft, die unter Anleitung einer Pflegefachkraft pflegerische und betreuende Aufgaben übernehmen darf.

Ist die Weiterbildung bundesweit anerkannt?
Ja, in der Regel schon. Die meisten seriösen Weiterbildungen – speziell jene “zusätzliche Betreuungskraft nach § 43b, 53c SGB XI” – sind in ganz Deutschland anerkannt und erfüllen einheitliche inhaltliche Vorgaben (Weiterbildung: Assistenz und Pflegehelfer). Arbeitgeber kennen diese Abschlüsse und stellen solche zertifizierten Helfer/innen gerne ein. Auch andere Bezeichnungen wie “Pflegebasiskurs” oder “Pflegehelfer/in (Zertifikat)” werden bundesweit akzeptiert, solange der Umfang und die Inhalte den gängigen Standards entsprechen. Achten Sie bei der Wahl des Kurses darauf, dass der Anbieter zertifiziert ist (z.B. nach AZAV) – dann können Sie sicher sein, dass die Qualifikation überall gültig ist. (Ein formaler Berufsabschluss ist es nicht, aber ein offiziell anerkannter Weiterbildungsabschluss.)

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
Es gibt zahlreiche Fördermöglichkeiten. Wenn Sie arbeitssuchend gemeldet sind, können Sie über die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter einen Bildungsgutschein erhalten, der die Kurskosten vollständig deckt (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Ehemalige Zeitsoldaten können den BFD der Bundeswehr nutzen. Bei beruflicher Rehabilitation (Umschulung aus Gesundheitsgründen) springt oft die Deutsche Rentenversicherung ein. Einige Bundesländer haben Bildungsprämien oder -schecks, die einen Teil der Kosten übernehmen. Wenn Sie bereits in der Pflege tätig sind, fragen Sie Ihren Arbeitgeber – manchmal werden Fortbildungen unterstützt. Und falls Sie selbst zahlen müssen: Die Ausgaben lassen sich in der Steuererklärung als Weiterbildungskosten absetzen (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Finanzierung sollte also kein Hindernis sein.

Wie lange dauert die Weiterbildung?
Die Dauer variiert je nach Kursart. Kompaktkurse in Vollzeit dauern häufig etwa 2 bis 3 Monate (z.B. 8–12 Wochen), während Teilzeit- oder Abendkurse sich auf 4 bis 6 Monate strecken können (§43b (§87b) Ausbildung » Mit diesen Kosten können Sie rechnen). Es gibt auch kürzere Kurse von nur einigen Wochen für bestimmte Teilqualifikationen, aber üblich sind insgesamt 200 bis 300 Unterrichtsstunden plus Praktikum. Ein Beispiel: Ein Lehrgang mit 160 Theoriestunden und 80 Praktikumsstunden lässt sich in Vollzeit in ca. 8–10 Wochen schaffen. Bei Teilzeitunterricht (z.B. 2 Abende pro Woche) dauert derselbe Kurs entsprechend länger. Wichtig ist: Alle Kurse enthalten sowohl Theorie im Unterricht als auch Praxis im Pflegebetrieb. Insgesamt können Sie je nach Ihrer zeitlichen Verfügbarkeit wählen, ob Sie den Abschluss in wenigen Monaten intensiv oder über ein halbes Jahr verteilt absolvieren möchten.

Welche beruflichen Möglichkeiten stehen mir danach offen?
Nach der Weiterbildung können Sie in verschiedensten Einrichtungen der Pflege arbeiten. Typische Einsatzfelder sind Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Tagespflegeeinrichtungen oder Betreutes Wohnen. Sie unterstützen dort das Fachpersonal bei der Grundpflege (Waschen, Anziehen, Mobilisieren), betreuen Demenzkranke im Alltag, leisten Gesellschaft, helfen im Haushalt und übernehmen Aufgaben wie Essensausgabe oder Beschäftigungsangebote. Kurz: Sie kümmern sich um das Wohlergehen und die Alltagsbewältigung pflegebedürftiger Menschen. Die Stellenbezeichnung kann je nach Einrichtung Pflegehelfer/in, Betreuungskraft oder Alltagsbegleiter/in lauten. Mit der Zeit und guter Leistung können Sie mehr Verantwortung übernehmen, vielleicht neue Kollegen einarbeiten oder Spezialaufgaben bekommen. Zudem können Sie sich weiter fortbilden – z.B. durch einen Aufbaukurs in Behandlungspflege, eine Fortbildung zur Demenzfachkraft oder langfristig sogar eine Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft. Damit stehen Ihnen dann noch mehr Tätigkeitsfelder offen, etwa in Krankenhäusern oder in der Intensivpflege. Insgesamt ist der Jobmarkt sehr aufnahmefähig: Die Wahrscheinlichkeit, schnell einen Job zu finden und sich dauerhaft in der Pflege zu etablieren, ist nach dieser Weiterbildung ausgesprochen hoch. Viel Erfolg auf Ihrem Weg in die Pflege!

Medexcare – Autor

www.medexcare.de

Experte für Pflegevermittlung & pädagogische Beratung

Unser Autor ist festes Teammitglied bei Medexcare und begleitet Pflegefachkräfte sowie pädagogisches Personal auf dem Weg zum passenden Job. Mit mehreren Jahren Erfahrung im sozialen Sektor kombiniert er Fachkompetenz, Menschlichkeit und fundierte Marktkenntnis in ihren Artikeln und Empfehlungen.

"Medexcare hat mir nicht nur beim Bewerbungsprozess geholfen, sondern auch das Selbstvertrauen zurückgegeben, das ich für einen Neuanfang in der Pflege brauchte." – Pflegekraft Julia M.

FAQ

Ist Medexcare kostenlos?

Ja, Medexcare ist für Bewerber auf Dauer vollkommen kostenfrei.

Ist mein Profil öffentlich?

Nein, deine Daten sind nicht öffentlich. Nur Arbeitgeber, bei denen du dich bewirbst, können dein Profil sehen.

Wo in Deutschland bietet Medexcare.de Jobs an?

Medexcare vermittelt Jobs in ganz Deutschland – ortsunabhängig und zielgerichtet.

Was bietet Medexcare?

Eine Plattform für Fachkräfte aus Pflege und Medizin mit anonymem Kontakt zu Arbeitgebern – kostenfrei, datensicher und exklusiv.

Wieso sollte ich mich für Medexcare.de entscheiden?

Medexcare bietet dir volle Kontrolle, Anonymität und exklusive Tools – Arbeitgeber bewerben sich bei dir, nicht umgekehrt.

Wie registriere ich mich bei Medexcare?

Registriere dich einfach über die Website. Nach Bestätigung deiner E-Mail kannst du dich direkt bewerben – kostenlos und unverbindlich.

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